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Juni '11
SCNAT-NEWS  

Thierry Courvoisier zum Präsidenten der SCNAT ab 2012 gewählt

 

Bern, 20. Mai 2011. Die Delegiertenversammlung der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) hat am Freitag in Bern das Vorstandsmitglied Thierry Courvoisier zum neuen Präsident ab 2012 gewählt. Zudem hat die Versammlung zwei neue Vorstandsmitglieder – Daniel Chérix und Gerhard Beutler – bestimmt und eine neue Fachgesellschaft in die SCNAT aufgenommen, das «Swiss Institute of Particle Physics» (CHIPP).

Medienmitteilung

Neue SCNAT-Mitgliedsorganisation

 

Das «Swiss Institute of Particle Physics» (CHIPP) gehört jetzt zur SCNAT. Die offizielle Aufnahme in die Akademie fand bei der Delegiertenversammlung am 20. Mai in Bern statt. Die künftig an die «Platform MAP» angegliederte Organisation soll die Kompetenz der SCNAT insbesondere in der forschungspolitischen Früherkennung und in ihrer politischen Beratungsfunktion stärken. Martin Pohl, Professor an der Universität Genf, ist einer der Leiter des Instituts.

Weitere Informationen auf der Website http://www.chipp.ch/

Multilokale prägen die Alpen stärker als Touristen

 

Bern, 26. Mai 2011. Mobile Arbeitsformen, ausgebaute Verkehrsachsen, die Suche nach Ruhe und Natur – immer mehr Städter leisten sich eine zweite Wohnung im Alpenraum. Diese Multilokalen seien ökonomisch für viele Alpenregionen mittlerweile wichtiger als der Tourismus und prägten zunehmend die lokale Wirtschaftsstruktur, schreiben Forschende in der neuesten Ausgabe des «Revue de Géographie Alpine – Journal of Alpine Research». Die Arbeiten basieren auf einer Tagung der «Interacademic Commission for Alpine Studies» (ICAS), ein Organ der Akademien der Wissenschaften Schweiz.

Medienmitteilung

Vielfalt im Wald sichert Holzertrag, Hangschutz und Erholung

 

Bern, 19. Mai 2011 – Wälder mit vielen verschiedenen Baumarten überstehen Schädlinge, Stürme und sich ändernde Umweltbedingungen besonders gut und bieten zuverlässig Holz, Hangschutz, Erholung und andere Funktionen. Darauf verweist das Forum Biodiversität Schweiz der Akademie der Naturwissenschaften am Internationalen Tag der biologischen Vielfalt vom 22. Mai, welcher im Internationalen Jahr der Wälder 2011 der Waldbiodiversität gewidmet ist.

Medienmitteilung

 

Internationales Komitee fordert für Forschende erleichterten Zugang zu Pflanzen und anderen genetischen Ressourcen

 

Bern, 30. Mai 2011. Forschende müssen Pflanzen und andere genetische Ressourcen für nicht-kommerzielle Forschung nutzen können, fordert das «Committee on Freedom and Responsibility in the conduct of Science» (CFRS) in einer vergangenen Freitag in Bern verabschiedeten Empfehlung. Die Forschungsresultate seien für den Erhalt der Biodiversität unabdingbar und würden unser Verständnis so genannter Ökosystem-Leistungen verbessern, von welchen die Menschheit abhängt. Dies sind die Hauptaussagen eines Treffens internationaler Wissenschaftler, das an der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) stattfand, unterstützt durch das CFRS, einem Gremium des International Council for Science (ICSU).

Medienmitteilung

Wissenschaftliche und gleichzeitig entwicklungsfördernde Programme

 

 

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat gerade den Bericht zu «Möglichkeiten, Herausforderungen und gute Praktiken in der internationalen Forschungszusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern» vorgelegt. Auch die Schweiz hat an der Ausarbeitung dieses Berichts mitgewirkt (die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung und Forschung, die KFPE oder Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern und das NCCR Nord-Süd). Dieser Bericht stützt sich auf Fragen, die Wissenschaftler und Behörden sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern interessieren dürften. Letztere haben nämlich die Mission, wissenschaftliche und gleichzeitig entwicklungsfördernde Programme zu konzipieren und durchzuführen. Der Bericht identifiziert gute Praktiken und neue Ideen und präsentiert Optionen zur Durchführung konkreter Aktionen. Diese Vorschläge wurden anschliessend von einem Workshop in Pretoria, Südafrika, im September 2010, zusammengestellt.

http://www.oecd.org/dataoecd/40/16/47737209.pdf

«Geosciences ACTUEL» hat ein neues Gesicht

 

 

«Geosciences ACTUEL», das Schweizerische Informationsbulletin der Geowissenschaften erscheint seit 2011 komplett in Farbe. Die nächste Ausgabe erscheint Ende Juni. Sie enthält Artikel insbesondere zu Themen wie dem Einsatz von Seismogrammen zur Früherkennung, zur Koordination der geologischen Aktivitäten auf nationaler Ebene, Vorschläge zur Erstellung von informativeren Gefahrenkarten und die Auswirkung klimatischer Veränderungen auf die Gletscher. «Geosciences ACTUEL» enthält ausserdem einen Veranstaltungskalender und stellt die wichtigsten neuen Publikationen für die Geowissenschaften und neue Ausstellungen vor. Das Bulletin erscheint viermal im Jahr. Das Abonnement kostet nur Fr. 25.– und ist erhältlich unter:

http://www.geosciences.scnat.ch/index.php?nav1=2&nav2=25#abo

Ein Ansichtsexemplar kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden:

http://www.geosciences.scnat.ch/downloads/GSActuel_2011_1.pdf

Nationalparkbesucher werden über Ameisen und Steinböcke informiert

 

 

Wer in der Val Mingèr mehr über Ameisen oder in der Val Trupchun mehr über den Steinbock wissen will, hat ab diesem Sommer zwei neue, handliche Faltblätter der Forschungskommission des Nationalparks zur Verfügung. In der Faltblattreihe FOCUS erläutern Forschende den Besuchern auf anschauliche Art ausgewählte, von den Wanderwegen aus sichtbare Phänomene oder Tiere. Die Faltblätter können im Nationalparkzentrum für Fr. 3.– bezogen werden (das FOCUS Ameisen auch auf französich)

Info@nationalpark.ch

225 Jahre Naturforschung in der Region Bern

 

 

Die Naturforschende Gesellschaft in Bern (NGB) ist die zweitälteste Mitgliedgesellschaft der SCNAT. Sie wurde 1786, also vor 225 Jahren, gegründet, weit vor der Gründung der späteren Dachgesellschaft. Damals waren diese Gesellschaften wichtige «Hot spots» zum Austausch von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die NGB würdigt dieses Jubiläum mit einem Jubiläumsprogramm zum Thema «Wasser bewegt». Ein Höhepunkt war sicher die Jubiläums-Exkursion Ende Mai auf heimischem Territorium, wo am Beispiel der Gürbe-Renaturierung neue Erfahrungen zur Hochwasserpraxis und zur Gewässerökologie vermittelt wurden.

www.ngbe.ch

100 Jahr-Jubiläum der Naturforschende Gesellschaft Uri

 

 

Die Naturforschende Gesellschaft Uri (NGU) feiert diese Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. In einem kleinen Kanton ohne universitäre Einrichtungen übt die Naturforschende Gesellschaft auch heute noch eine wichtige Rolle aus im Erhalt und der Weiterentwicklung des lokalen Wissensbestandes und der Diskussion von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Bevölkerung. Aus diesem Grund hat die NGU zusammen mit dem Historischen Museum Uri eine Ausstellung realisiert über die Entwicklung der Naturforschung in Uri vom 18. Jahrhundert bis heute. Um auch eine nachhaltige Erinnerung an das Jubiläum zu schaffen, wird eine umfassende «Geologie des Kantons Uri» publiziert, die sicherlich weit über den Kanton hinaus auf Interesse stossen wird. Die geologische Erforschung in dieser äusserst vielfältigen Region begann vor 300 Jahren und wird nun erstmals in einer integralen, modernen Form präsentiert. 

Weitere Informationen: bruecker@bluewin.ch

«Stiftung wissenschaftliche Politikstipendien» schreibt 2012 drei Stipendien aus

 

 

Mit diesen Stipendien können junge Akademikerinnen und Akademiker ein Jahr lang im Bundeshaus arbeiten. Im Rahmen der Parlamentsdienste unterstützen die Stipendiaten die Kommissionen und lernen so die Arbeitsweise der Schweizer Politik kennen. Die Stipendien sind insbesondere für Hochschulabsolventen gedacht, die später einmal eine vermittelnde Rolle zwischen Politik und Wissenschaft einnehmen möchten. Die Bewerbungsfrist endet am 9. August 2011.

http://www.politikstipendien.ch/

 



Interna
AGENDA  

<<Agenda>>

Nicht verpassen!

 

29. Januar bis 31. Oktober 2011, Frutigen. Sonderausstellung «Warum ist die Erde warm?» Die Sonderausstellung im Tropenhaus Frutigen gibt faszinierende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Planeten Erde und bringt den Besucherinnen und Besuchern dabei Themen wie Geothermie, natürliche Strahlung im Gestein und Geologie auf attraktive Weise näher. Die SCNAT zählt zu den Partnern der Ausstellung und hat deren Entstehung durch Mitwirkung im wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Weitere Informationen

 

10. Juni 2011, 13:30 Uhr, Auditorium Maximum, ETH Zürich.

150 Jahre Schweizerische Geodätische Kommission

Die Feier zum 150. Jubiläum der Schweizerischen Geodätischen Kommission findet in Form eines Kolloquiums statt, an dem schweizerische und internationale Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Geodäsie teilnehmen werden. Anschliessend an diese öffentliche Veranstaltung gibt es im Dozentenfoyer der ETH Zürich einen Empfang mit Apero. Genaues Programm unter http://www.sgc.ethz.ch

 

16. Juni 2011, Bern. Young Faculty Meeting 2011

Die «Platform Chemistry» der SCNAT lädt zum diesjährigen Young Faculty Meeting ein. Junge Professorinnen und Professoren und Gruppenleiterinnen und - leiter unter 40 Jahren im Gebiet der Chemie stellen ihre Forschungsprojekte vor, vernetzen sich und erhalten Informationen zu den wichtigsten Förder-programmen der Schweiz und der EU.

Weitere Informationen

 

 

16./17. Juni 2011, Bern. Zukunft Bildung Schweiz:

Von der Selektion zur Integration

Gemeinsam mit dem Forum Bildung Schweiz und der Schweizerischen Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote laden die Akademien in Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung zur Diskussion und Verständigung über die Weiterentwicklung des schweizerischen Bildungssystems ein.

Weitere Informationen

 

14. bis 16. September 2011, Bern. Die 4. internationale Konferenz des td-net for Transdisciplinary Research (td-conference) ist der Thematik «Evaluation» gewidmet und wird gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalfonds SNF durchgeführt. Expertinnen und Experten referieren zu ihren Erfahrungen mit der Evaluation inter- und transdisziplinärer Forschung, Lehre und Praxis. In verschiedenen Workshops werden die speziellen Herausforderungen bei der Beurteilung solcher Projekte thematisiert, praktizierte Methoden kritisch reflektiert und Best-Practice-Beispiele vorgestellt, um daraus Massnahmen für die Förderung der Inter- und Transdisziplinarität abzuleiten.

Weitere Informationen und Anmeldung: www.transdisciplinarity.ch

 

30. September – 1. Oktober, Biel. ScienceComm’11

Mit dem vom SNF, den Akademien der Wissenschaften Schweiz und der Stiftung Science et Cité organisierten Kongress «ScienceComm’11» findet in der Schweiz erstmals eine Tagung statt, die alle Schweizer Akteure der Wissenschafts-kommunikation über die Sprachgrenzen hinaus zusammenbringt. Am 30. September und 1. Oktober 2011 werden in Biel Erfahrungen ausgetauscht, Best-Practice-Beispiele vorgestellt, und an Workshops praktische Methoden der Wissenschaftskommunikation erlernt. Jahresthema 2011 ist «Wissenschaft für Kinder und Jugendliche». Der Kongress richtet sich an Kommunikations-verantwortliche, Museen, Lehrer, Vermittler, Bildungspolitiker, Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und weitere Interessierte. Falls Sie sich für den Kongress interessieren und weitere Informationen wünschen, klicken Sie hier.

 

3. November, Bern. Prix de Quervain 2011

Die Schweizerische Kommission für Polar- und Höhenforschung verleiht zum dritten Mal den Prix de Quervain. Ziel des Preises ist die Förderung und Anerkennung des wissenschaftlichen Nachwuchses, dieses Jahr auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Polar- und Höhenforschung. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Abendsymposiums am 3.11.2011 ab 18 Uhr im Naturhistorischen Museum in Bern statt.

 

 

11. November 2011, Bern. SWIFCOB 2011 «Raum(-)planen für die Biodiversität»

Biodiversität braucht Raum, doch genau dieser wird in der Schweiz zunehmend knapp. Um den Verlust an Biodiversität zu stoppen und eine Trendwende einzuleiten, muss die Biodiversität bei allen raumwirksamen Tätigkeiten bereits bei der Zieldefinition und Planung miteinbezogen werden. Dafür braucht es mehr Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Raumplanung, Architektur, Landwirtschaft sowie Naturschutz.Die diesjährige Tagung bietet den verschiedenen Akteuren Gelegenheit, sich auszutauschen, und informiert anhand von konkreten Beispielen über Möglichkeiten und Chancen eines Einbezugs der Biodiversität in die Planung. Die Tagung richtet sich an Fachleute aus der Forschung, der Verwaltung, der Wirtschaft und von NGOs, die in Ökologie, Botanik, Zoologie, Natur- und Landschaftsschutz, Land- und Forstwirtschaft, Architektur sowie im Planungswesen tätig sind.

Mehr Informationen finden Sie auf www.biodiversity.ch/d/events/swifcob/

 

11.–13. November, Zürich. Geoscience Meeting in Zürich

Das Departement Erdwissenschaften der ETH Zürich und die «Platform Geosciences» der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) in Bern organisieren dieses Jahr zum 9. Mal die Veranstaltung «Swiss Geoscience Meeting» in Zürich, zum Thema «Life and Planet Earth» (Leben und der Planet Erde) Konferenzsprache ist Englisch. Nähere Informationen gibt es unter http://geoscience-meeting.scnatweb.ch/sgm2011

 

18. November 2011, Bern. Jahreskongress der SCNAT «Dimensionality»

Der diesjährige Jahreskongress der SCNAT wagt sich in unterschiedlichste Dimensionen vor. International renommierte Wissenschaftler aus Chemie, Biologie, Physik, Kristallographie und Architektur präsentieren anhand aktuellster Forschungsergebnisse ihren Bezug zum Thema «Dimensionality». An der Veranstaltung wird zudem das Internationale Jahr der Chemie in der Schweiz offiziell beendet. Das Programm finden Sie ab Sommer unter www.scnat.ch. Reservieren Sie sich den Termin schon heute.  

 

 

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