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Ausstellungsarchiv
SCNAT - The House of Sciences


«Pflanzen – Symmetrie - Kunst»

22. September 2006 bis 19. September 2008

Ausstellung Vorschau 1
(Tropische Blätter – Cyanophyllum sp. 2004, La Garrita, Costa Rica)

 


Ausstellung des Künstlers Prof. Peter O. Baumgartner


Seit etwa zehn Jahren fotografiert Peter O. Baumgartner gezielt Symmetrien und Texturen von Blätter, Disteln und Sukkulenten. Diese drei Beispiele liefern einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung im Haus der Akademie der Naturwissenschaften.


Kurzportrait
Peter BaumgartnerPeter O. Baumgartner, ein engagierter Wissenschaftler mit der Fähigkeit, auch mal die Perspektive zu wechseln.

 

Seit seiner Jugendzeit interessiert sich Peter O. Baumgartner für die Natur und hält seine Eindrücke mit dem Objektiv fest. Seine Kenntnisse über Steine und Pflanzen haben es ihm ermöglicht, im Schweizer Nationalpark Botanikgruppen zu leiten. Und dies bereits im Alter von 16 Jahren. Das Studium der Erdwissenschaften, seine Arbeit für das «Deep Sea Drilling Project» und am «Scripps Instiution of Oceanography» in Kalifornien sowie seine Gastprofessur für Geologie in Costa Rica haben Professor Baumgartner auf der ganzen Welt herumgeführt. Besonders während seiner geologischen Forschungsreisen im Mittelmeergebiet, Zentral- und Südamerika, Australien und Japan hat er auch sein künstlerisches Auge geschult. 2004 hat er mit einem Freund aus Costa Rica Bilder zum Thema «Geologische Landschaften Costa Ricas» ausgestellt.

Heute arbeitet er an der Universität Lausanne, wo er Sedimentologie, Erdsystemwissenschaften und die Geschichte des Lebens lehrt.

 

Interview

Was bedeuten Symmetrien und Texturen in der Natur für Sie als Geologe und Paläontologe?
«Das Interessante ist, dass die Natur immer das gleiche Problem löst, wenn sie Symmetrieformen hervorbringt: und zwar die optimale Nutzung des Platzes, der ihnen zur Verfügung steht – und dies mit möglichst geringem Materialaufwand. Dieses Phänomen finden wir aber nicht nur bei den Pflanzen, auch Mineralien sowie fossile und heute noch lebende Ein- und Mehrzeller zeigen ähnliche Symmetrien (beispielsweise Foraminiferen und Radiolarien)».


Was bedeuten Symmetrien und Texturen in der Natur für Sie als Künstler?

«Seit meiner Jugend fotografiere ich leidenschaftlich gerne. Dabei lasse ich mich von der Ästhetik, wie beispielsweise der symmetrischen Form einer Blüte fesseln und tauche in die Symmetrieformen ein. Ich vergesse sozusagen, welche komplexen mathematischen Formeln hinter diesen Formen stecken. Schon die ersten Hochkulturen haben Pflanzenmuster als Vorbild für Kunst und Architektur zu schätzen gewusst».

 
Welche Formen und Symmetrien möchten Sie gerne noch fotografieren?

«Die Flora von Australien und Neuseeland. Ich habe Australien zwar schon auf längeren Reisen kennen gelernt, war aber zu dieser Zeit als Geologe auf Expedition und nicht als Fotograf unterwegs. Heute habe ich fast immer meinen Fotoapparat in der Tasche, denn man weiss nie, wo das nächste Wunderwerk der Natur wartet.»


Ausstellung Vorschau 2   Ausstellung Vorschau 3
Lippen – Batt-Detail von Echeveria sp., 2000, Ruth Bancroft Garden, Walnut Creek, California.   Viktorianische Symmetrie – Agave victoriae-reginae, 1999, Jardin Exotique, Monaco


 
Fotogalerie der Vernissage vom 22. September 2006


Prof. Peter O. Baumgartner bedankt sich herzlich für die Zusammenarbeit mit Unicom Internef, Universität Lausanne


http://www.unil.ch/



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