| de | fr |
||||||||||||
| home sitemap | ![]() |
|||||||||||
Impressum Disclaimer
© 2012 SCNAT
|
Lauréat 2006 |
|||||||||||
| Home > Preise > Prix Schlaefli > Preistraeger > 2006 | ![]() |
|||||||||||
|
Karl Gademann
Karl Gademann erhielt einen Ruf an die ETH Lausanne, wo er eine Forschungsgruppe als Assistenzprofessor (Tenure Track) aufbauen und leiten wird. Seine Forschung wurde durch mehrere Preise ausgezeichnet, so erhielt er den Latsis Preis der ETH 2004 und den Lilly Lecture Award 2005. Die Arbeiten zum potentiellen Alzheimerwirkstoff Nostocarboline fanden 2006 weltweit Widerhall in den Printmedien, im Radio und im Fernsehen.
Forschungsgebiet Im Zentrum der Forschung von Karl Gademann stehen chemisch hergestellte Naturstoffe und deren Anwendung in Biologie und Materialwissenschaft. Diese Substanzen, die von Organismen wie Bakterien, Algen oder Pilzen hergestellt werden, sichern ihren Produzenten einen evolutionären Vorteil, indem zum Beispiel Konkurrenten eliminert oder Spurenelemente besser aufgenommen werden können. Die chemischen Strukturen solcher Naturstoffe wurden über Jahrmillionen hinweg auf eine biologische Wirkung optimiert und bilden so einen idealen Startpunkt, um biologische Phänomene mit chemischen Derivaten zu beeinflussen und zu untersuchen.
In der Tat konnte nun in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Dr. Marcus Textor an der ETH Zürich gezeigt werden, dass der Naturstoff Anachelin ein ideales Strukturmotiv besitzt (Bildmitte), um Titanoxidoberflächen zu binden. Weiter wurden diese Oberflächen (im Bild links) durch Anachelin-Derivate resistent gegen das Anheften von Proteinen aus menschlichen Blutserum gemacht, was eine der Herausforderungen an biokompatible Materialien in der Medizinaltechnik darstellt. Dieses Projekt zeigt somit, wie eine evolutionär optimierte Eigenschaft des Naturstoffes Anachelin (Bindung von Spurenelementen) durch chemische Synthese gezielt modifiziert werden konnte, um so für ein scheinbar ganz anderes Problem, der Herstellung biokompatibler Oberflächen, eine effiziente, molekulare Lösung zu finden.
Jury Preis Schläfli 2006 Die diesjährige jury unter dem Präsidium der SCNAT-Sektion Chemie und Philippe Renaud, Professor am Departement für Chemie und Biochemie der Universität Bern, setzt sich folgendermaßen zusammen: Prof. Kai Severin, EPFL Jay Siegel, Universität Zürich Wolf-Dieter Woggon, Universität Base
|
||||||||||||