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Dezember '11
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| SCNAT-NEWS | |
Lehrbuch-Wissen in Frage gestellt: Simon Duttwyler und Jérôme Waser wurden am 18. November in Bern mit dem Prix A. F. Schläfli 2011 für ihre Forschungsarbeiten im Bereich der Chemie ausgezeichnet. Ihnen gelangen fundamentale Erkenntnisse, welche gängiges Lehrbuchwissen verändern und eine effizientere Herstellung von Feinchemikalien und Pharmazeutika erlauben. Mit dem Preis zeichnet die Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) herausragende Arbeiten junger Schweizer Forscherinnen und Forscher aus. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Jahreskongresses der SCNAT statt. http://www.scnat.ch/d/Preise/Prix_Schlaefli/Preistraeger/2011/index.php Prix Média 2011 an Andreas Moser Am Freitag, 25. November, wurde in Zürich der mit insgesamt 40'000 Franken dotierte «Prix Média akademien-schweiz» verliehen. Für ihre gelungene Wissensvermittlung ausgezeichnet wurden Andreas Moser (Naturwissenschaften), Katharina Bochsler (Geistes- und Sozialwissenschaften), Simone Rau (Medizin) und Reto U. Schneider (Technische Wissenschaften). Andreas Moser wurde für seinen engagierten Beitrag «Wer ist der Wolf?» geehrt. Weitere Informationen Preisträger Prix de Quervain 2011: Am 3. November vergab das Swiss Committee on Polar and High Altitude Research der Akademien der Wissenschaften Schweiz den Prix de Quervain. Der Preisträger des Prix de Quervain 2011 für Polar- und Höhenforschung, dieses Jahr im Zeichen der Naturwissenschaften verliehen, heisst Michael Matschiner (Zoologisches Institut, Universität Basel). In seiner Dissertation erstellte er einen molekularen Stammbaum der antarktischen Eisfische und zeigte dadurch und durch den Einbezug der antarktischen Meeresströmungen eindrücklich auf, dass die Entstehung von Gefrierschutzproteinen vor etwa 21 Millionen Jahren für die erstaunliche Artenvielfalt der Eisfische verantwortlich ist. http://polar-research.ch/e/prix_De_quervain/symposium/ Jahreskongress SCNAT: Über 250 Forschende diskutierten am 191. Jahreskongress der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) am 18. November in Bern die Bedeutung von Dimensionen in der Chemie und den Naturwissenschaften generell. So ändern sich beispielsweise verschiedene physikalisch-chemische Eigenschaften bei ein- oder zweidimensionalen Materialien wie Graphen oder Nanotubes gegenüber 3D. Der Jahreskongress bildete die Abschlussveranstaltung des Internationalen Jahres der Chemie in der Schweiz. Jahreskongress SCNAT: http://kongress11.scnat.ch/ Internationales Jahr der Chemie: http://www.chemistry.scnat.ch/d/iyc2011/ Ausschreibung Prix Expo 2012 Teilnahmeschluss: 15.2.2012
Auch im Jahr 2012 können sich Museen und andere Anbieter wieder mit besonders kreativ gestalteten und erlebnisorientierten Ausstellungen im Bereich Natur und Naturwissenschaften um den Prix Expo der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) bewerben. Der Prix Expo ist mit CHF 10'000.– dotiert und wird von der SCNAT jährlich vergeben. Dieses Jahr wird zusätzlich zum üblichen Prix Expo ein Preis für ein langfristiges Engagement vergeben. Die Bewerbungsfrist ist auf den 15. Februar 2012 fixiert. Die Ausschreibungsunterlagen für die beiden Preise werden aktuell vorbereitet. Die detaillierten Informationen werden Mitte Dezember kommuniziert unter: http://www.scnat.ch/d/Preise/Prix_Expo/Ausschreibung/index.php? Hilfreiche Ideen und Ergänzungen zum Unterricht Gelungener Technik- und Naturwissenschaftsunterricht kann Schülerinnen und Schüler in den Bann ziehen. Denn in der Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) finden sich nicht nur knappe Formeln und Zahlen, sondern es warten vielfältige Erlebniswelten, die Raum zum Entdecken und Experimentieren offen lassen. Zahlreiche Institutionen in der Schweiz halten Angebote und Initiativen bereit, die in den Unterricht einfliessen können. Die Datenbank von educa.MINT hilft, passende Angebote zu finden und vermittelt auf schnelle und einfache Weise die nötigen Informationen und Kontakte. Sollten Sie solche Angebote haben, tragen Sie diese bitte ein unter: Synthetische Biologie: Tagungsbericht der Séance de réflexion «Von der Gentechnologie zur Synthetischen Biologie – neue Chancen, neue Risiken?» Das Forum Genforschung der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) und die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) haben im Herbst 2010 eine öffentliche Tagung zur Synthetischen Biologie durchgeführt. Fachleute aus der Schweiz und dem Ausland legten mit Input-Referaten die Basis für vertiefende Reflexionen zu technisch-wissenschaftlichen, ökonomischen, ethischen, aber auch forschungs- und gesellschaftspolitischen Implikationen der Synthetischen Biologie. Die Reflexionen aus der Tagung sind in einem detaillierten Bericht (d) erhältlich unter www.geneticresearch.ch. Eine Zusammenfassung des Berichtes (d, f) kann in elektronischer Form unter http://www.geneticresearch.ch/d/themen/Synthetic_Biology/ bezogen werden oder in gedruckter Form im Sekretariat der SCNAT bestellt werden (Kontakt: info@scnat.ch) Informationsanlass zur Vernehmlassung der Strategie Biodiversität Schweiz Bis am 16. Dezember 2011 ist die Strategie Biodiversität Schweiz in Vernehmlassung. Hierzu organisierte das Forum Biodiversität Schweiz zusammen mit der sanu und unterstützt vom BAFU am 16. November im Kuppelraum der Universität Bern einen Informationsanlass, der sich an alle zur Vernehmlassung eingeladenen Parteien, Institutionen und Verbände richtete. Am Anlass stellte das verantwortliche Bundesamt BAFU die Strategie Biodiversität Schweiz (SBS) vor und Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Siedlungsentwicklung gaben ihre Einschätzung zur SBS ab. In einer kritisch-konstruktiven Atmosphäre wurden offene Fragen geklärt und die SBS diskutiert. Die gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Gesellschaftsbereichen erhielten dabei wichtige zusätzliche Informationen, um eine fundierte Stellungnahme zur SBS abgeben zu können. http://www.biodiversity.ch/d/events/archiv/ SWIFCOB 11, Raum(-)planen für die Biodiversität Um die Biodiversität zu erhalten, reichen Schutzgebiete allein nicht aus. Vielmehr gilt es, die Biodiversität in Zukunft bei allen raumwirksamen Tätigkeiten bereits bei der Zieldefinition und Planung einzubeziehen. Dieser nötige Paradigmenwechsel stand im Zentrum der SWIFCOB 11 zum Thema «Raum(-)planen für die Biodiversität» vom 11. November 2011 in Bern, die das Forum Biodiversität Schweiz der SCNAT organisierte. Rund 200 Personen aus Forschung, Verwaltung und Praxis haben die Veranstaltung besucht – und so mancher dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben. Es tut sich nämlich Revolutionäres im Bereich Biodiversität. Neben neuen Konzepten, Gesetzen, Massnahmen, Strategien und Forschungsresultaten wurden erfolgreiche Projekte zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität aus der Praxis vorgestellt, die auf fruchtvollen Zusammenarbeiten über die Sektorgrenzen hinweg basieren. http://www.biodiversity.ch/d/events/swifcob/index.php Ausschreibung Phil.Alp 2012 Am 6./7. Juni 2012 findet in Thun die Tagung «Phil.Alp – Die Alpen aus der Sicht junger Forschender» statt. Bis am 27. Februar 2012 können junge Forschende ihre Kandidatur für eine Präsentation oder einen Science Slam einreichen. Der Abschluss der Dissertation oder Masterarbeit zu einem Alpenthema muss in die Zeit zwischen Oktober 2010 und Mai 2012 fallen. Für Projekte zur Entwicklung der alpinen Kulturlandschaft wird im Rahmen von Phil.Alp erstmals der ProMontesPreis der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung (SSAF) ausgeschrieben. Ausschreibungen und Unterlagen: http://philalp12.akademien-schweiz.ch/d Cratschla – Informationen zur Forschung Wer sich über laufende und kürzlich abgeschlossene Forschungsarbeiten im Schweizerischen Nationalpark und in der Biosfera Val Müstair informieren will, kann die Nationalparkzeitschrift Cratschla abonnieren (2 Ausgaben für 24.– jährlich). Soeben ist die Herbstausgabe mit Schwerpunkt: Versteckte Bewegungen (Wildtierwanderungen, Hangfliessen, Höhersteigen von Pflanzen) erschienen. Zudem Projektbericht ökologische Vernetzung und Zusammenfassungen abgeschlosserer Master- und Bachelorarbeiten http://www.nationalpark.ch/go/de/besuchen/dokumentation/nationalparkzeitschrift/ Polarisierte Alpen? Ergebnisse des ICAS-Symposiums vom 10. Oktober 2011 in Luzern Vier Referierende haben Diskrepanzen zum Stellenwert des Alpenraums in der Schweiz festgestellt, etwa jene zwischen Aussen- und Innensicht, oder jene zwischen neu erfundener «Urbanität» und hergebrachter «Alpinität». Mehr: Kurzbericht und Präsentationen: http://icas.akademien-schweiz.ch/d/aktuelles/tagung/luzern/ Erfolgreiche Tagung «Pärke und Forschung: Synergien für nachhaltige Entwicklung» Am 18. November 2011 fand in Wölflinswil (AG) die erste nationale Tagung zum Thema Parkforschung statt. An der von der Koordinationsstelle Parkforschung Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Schweizer Pärke organisierten Tagung stellten Forschende aktuelle Forschungsresultate oder geplante Forschungsprojekte vor, die in einem oder in mehreren der schweizerischen Pärke von nationaler Bedeutung durchgeführt wurden. Die 90 Tagungsteilnehmenden aus Forschung, Parkmanagement, Verwaltung, Öffentlichkeit und Praxis diskutierten von der Governance der Pärke, über die Rolle der Pärke im naturnahen Tourismus bis hin zur Bedeutung der Pärke im Hinblick auf die Biodiversitätsstrategie ein breites Themenspektrum. Jedes Referat wurde von einem Kommentar begleitet, in welchem ein Mitglied eines Parkmanagements aufzeigte, welche Relevanz das vorgestellte Forschungsprojekt für das Parkmanagement hat. http://www.parkforschung.ch/d/index.php EASAC: 10jähriges Bestehen und Zusammenarbeit mit Europas Joint Research Centres (JRC) Brüssel, 7. November. Rund 200 Vertreter von Kommission und Parlament der Europäischen Union, internationalen Organisationen und nationalen Delegationen haben dem European Academies Science Advisory Council (EASAC) ihre Ehre zum 10jährigen Bestehen erwiesen. Seit der Gründung 2001 haben EASAC Arbeitsgruppen mehr als 30 Berichte mit Empfehlungen in den politischen Gesetzgebungsprozess in den Bereichen Biowissenschaften, Energie und Umwelt der Europäischen Union eingebracht. Ein neuer Bericht, mit prominentem Engagement der Akademien der Wissenschaften Schweiz, befasst sich mit potentiellen Auswirkungen von Nanomaterialien auf Gesundheit und Umwelt. An diesem Bericht beteiligt waren die Joint Research Centres (JRC) der EU Kommission, mit welchen EASAC zur Konsolidierung seiner politikberatenden Rolle seit kurzem über ein Abkommen verfügt. Weitere Infos: http://www.easac.eu Europäische Forschungsrahmenprogramm FP7: Das 7. Europäische Forschungsrahmenprogramm (FP7) ist das grösste Finanzierungsinstrument der Europäischen Union für Forschung und Entwicklung. Das Programm erstreckt sich über die sieben Jahre von 2007 bis 2013 und ist mit einem Gesamtbudget von über 50 Mrd. EUR ausgestattet. Die Ausschreibungen (Calls for Proposals) 2013 werden die letzten innerhalb von FP7 sein und in den meisten Bereichen bereits 2012 lanciert. Gleichzeitig nimmt das Budget für 2013 nochmals zu – für 2013 ist die grösste Tranche des Budgets von FP7 reserviert. Also eine letzte und lohnenswerte Chance für alle an FP7 interessierten Forschenden! Für Informationen zu FP7 steht Euresearch gerne zur Verfügung: http://www.euresearch.ch |
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Nicht verpassen
14. Dezember 2011, Bern. Kristallkugeln 2.0. Wie Forschende über die Zukunft reden Forschung gestaltet Zukunft. Die Medien, Forschungsförderer, Politik, Wirtschaft und schlicht die Öffentlichkeit verlangen deshalb von Forschenden stets den Blick in die «Kristallkugel»: Welche Resultate sind zu erwarten? Was bedeutet dies für die Gesellschaft? Die Tagung identifiziert die Faktoren, welche die Zukunftsbilder und Versprechungen beeinflussen, benennt gemachte Fehler und entwickelte Strategien, zeigt Methoden, wie Forschende Informationen über die Zukunft gewinnen können, und vermittelt Anregungen für das Reden über die Zukunft. Die Tagung richtet sich an Forschende, Forschungsförderer, Forschungsbehörden und ForschungskommunikatorInnen – und an alle Interessierten.
20. Januar 2012, Bern. Perspektiven des high power computing in den Neurowissenschaften Grosse Projekte, welche massive computertechnische Leistungen bedingen, werden zur Zeit in verschiedenen Forschungsgebieten geplant und diskutiert. Dazu gehören Projekte zur Modellierung der höheren Gehirnfunktionen. Diese Ansätze werfen viele Fragen auf: Was tragen Computer-Modellierungen zur Beantwortung biologischer Fragen bei? Wie können sich Gross-Modellierungen und andere Ansätze in der Hirnforschung gegenseitig befruchten? Was kann von Gross-Modellierungen erwartet werden? Die wissenschaftliche Community fühlt sich grösstenteils nur unzureichend über diese Aspekte informiert. Die SCNAT und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) organisieren eine Tagung, um Elemente zur Beantwortung dieser Fragen zu liefern. Die Veranstaltung soll die wissenschaftliche Community der Schweiz über die Wirkung Computer-basierter Forschungsansätze in den Neurowissenschaften informieren. Sie beinhaltet Vorträge international anerkannter Expertinnen und Experten und schliesst mit einer Podiumsdiskussion. Der Tag soll die Meinungsbildung in diesem faszinierenden Gebiet fördern. Die Tagung ist offen für Forschende aller Disziplinen, Medienschaffende und interessierte Entscheidungsträger. Merken Sie sich bitte das Datum vor: 20. Januar 2012, 9.15-18.00 Uhr; UniS, Schanzeneckstrasse 1, Bern. Ein detailliertes Programm wird in der ersten Dezemberwoche kommuniziert werden. Die Tagung ist kostenlos und ein Stehlunch wird offeriert. Eine Anmeldung ist obligatorisch – nutzen Sie dazu bitte die Website: http://biologie.scnat.ch/d/Veranstaltungen/symposien/registrierung
4. April 2012, Bern. 13th Swiss Global Change Day Der Swiss Global Change Day ist wie in den vergangenen Jahren die Plattform, wo sich Forschende aller Disziplinen treffen und austauschen. Keynote-Speaker behandeln Themen rund um das physikalische Klimasystem, bio- und geochemische Prozesse und Auswirkungen darauf, Biodiversität und die menschlichen Dimensionen des Globalen Wandels. Die Poster Session wird aktuelle Forschungsaktivitäten zeigen. Für deren Diskussion wird genügend Zeit zur Verfügung stehen. Sieben Travel Awards werden für die attraktivsten und fundiertesten Poster vergeben.
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