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Jahresbericht 2010 für Platform SAP: Platform Science and Policy Präsident/Präsidentin: Herr Prof. Dr. Paul Messerli Von: Paul Messerli / Urs Neu, urs.neu@scnat.ch ZusammenfassungProjekt "Denn sie wissen was sie tun" Die Plattform SAP hat neben den vielen Tätigkeiten der Arbeitsgruppen, die in den jeweiligen Jahresberichten beschrieben sind, vor allem an einem Projekt gearbeitet: “Denn sie wissen was sie tun”. Die Dialogaktivitäten - eine der Hauptaufgaben der Akadmien - in der SAP sollen mit dem Hintergrund anerkannter Dialogmodelle analysiert werden mit dem Ziel, diese zu professionalisieren und den Erfahrungsaustausch innerhalb und zwischen den Akademien zu intensivieren. Die Arbeitsgruppen bzw. Foren haben im Dialog drei unterschiedliche Rollen als Vermittler (von Kontakten), als Übersetzer (von wissenschaftlichen Erkenntnissen) und als Organisator von Lernprozessen (Workshops, Arbeitsgruppen, etc.). Das Projekt soll unter anderem aufzeigen, wann und wie man diese Vorgehensweisen am besten nutzen bzw. einsetzen kann (Best-Practice-Empfehlungen). Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass sich die Aufgaben eines Forums im Laufe der Zeit und parallel zu gesellschaftlichen Entwicklungen wandeln (Lebenszyklusmodell): Ein Forum muss zuerst die Wahrnehmung eines Problems fördern, die Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten und Empfehlungen und schliesslich die sich daraus ergebenden Massnahmen begleiten.
Die Grundkoordinaten der Reflexion bilden die drei oben genannten Rollen, dann eine Reihe von Leitfragen sowie normative (bzw. ethische) Grundsatzfragen wie z.B. diejenige nach der gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaft. Das Projekt orientiert sich an einem Policy Cycle-Modell: Als Interface müssen wir uns mit den richtigen Dialogformen und Wissenskomponenten in die gesellschaftlichen Prozesse einschalten. Die Rolle der Wissenschaft im Politikzyklus besteht darin, Problembewusstsein zu schaffen (Systemwissen), Assessments zu erarbeiten (Zielwissen), Handlungsvorschläge zu erarbeiten (Transformationswissen) und die Wirksamkeit von Handlungen zu überprüfen (Impact assessment).
Im Jahr 2011 soll durch das td-net ein konkretes Projekt formuliert werden, wie wir unsere Erfahrung aufarbeiten wollen. Der Fokus wird auf Aktivitäten von ProClim-, Genforum und Forum Biodiversität legen. Diese Themen stellen sehr unterschiedliche Herausforderungen dar: Klima ist einerseits sehr konkret (Gletscher), aber auch sehr abstrakt (langfristige Trends). Genforschung ist sehr polarisiert. Biodiversität ist überall, naheliegend (im Garten), aber es gibt auch sehr viel Tiefgang. Die Ausgangslage ist sehr unterschiedlich und wird einen diversifizierten Zugang erlauben. Publikationensiehe Jahresberichte der Arbeitsgruppen Tagungen / Kursesiehe Jahresberichte der Arbeitsgruppen Internationale AktivitätenA) ICAS führt die Geschäfte von ISCAR. Die Zusammenarbeit von ISCAR mit dem Netzwerk alpiner Schutzgebiete (ALPARC) und dem IGF Innsbruck konzentrierte sich weiter auf die Pärkeforschung. Die Initiative „Ökologisches Kontinuum Alpenraum“ (Träger: CIPRA, ALPARC, WWF und ISCAR) erarbeitete 2010 u.a. Vorschläge für Projekte nach Abschluss des EU-Projektes ECONNECT (2011) sowie Faktenblätter für Praktiker. An diesen Aktivitäten ist auch die Forschungskommission Nationalpark (FOK-SNP) beteiligt.
Die KFPE unterstützt generell die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern.
Die KFPE führt das Programm Echanges Universitaires, welches den Austausch zwischen wissenschaftlichen Institutionen der Schweiz mit Entwicklungs- und Transitionsländern fördert und im Berichtsjahr insgesamt 44 Projekte unterstützte.
Die KFPE führt das Programm Jeunes Chercheurs, welches gezielt auch Feldarbeiten von Doktoranden oder Post-Docs aus Schwellen- und Entwicklungsländern finanzierte.
ProClim- koordiniert das internationale Projekt IMILAST (Intercomparison of mid latitude storm diagnostics), zusammen mit Partnern aus rund 20 Forschungsinstitutionen weltweit. Ziel des Projekts ist eine Verbesserung der Information der Nutzer von Projektionen zur zukünftigen Entwicklung von aussertropischen Stürmen.
Das td-net erarbeitet im FP7-Netzwerk mit Partnern aus der EU in der Coordination and Support Action „VISION RD4SD“ (VISION Research and Development for Sustainable Development) die Schweizer Länderstudie als Unterauftragnehmer des Swedish Research Council for Environment, Agricultural Sciences and Spatial Planning (Formas).
Das td-net ist am Forward look der European Science Foundation (ESF) "Responses to Environmental and Societal Challenges for our Unstable Earth (RESCUE)" beteiligt.
Das td-net ruft mit den beiden US amerikanischen Institutionen Association for Integrative Studies (AIS) und Center for the Study of Interdisciplinarity (CSID) eine internationale Plattform ins Leben, an der sich verschiedene Netzwerke aus aller Welt beteiligen werden (INIT)
Das td-net beteiligt sich am International Transdisciplinarity Net – A network of Transdisciplinarity Laboratories (TdLabs) on teaching and practicing transdisciplinary research.
Die Arbeitsgruppen der SAP waren an zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Meetings und in zahlreichen Organisationen vertreten (siehe Jahresberichte der Arbeitsgruppen der SAP).
B) Das Forum Biodiversität Schweiz ist das nationale Komitee des internationalen Forschungsprogramms DIVERSITAS.
Die Geschäftsstelle der ICAS führt die Geschäfte des Internationalen Wissenschaftlichen Komitees Alpenforschung (ISCAR).
ProClim- koordiniert die Mitarbeit von Schweizer Experten als Autoren und Reviewer in Assessment-Berichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). 2010 waren dies Reviews zu zwei Spezialberichten über Extremereignisse und über erneuerbare Energien. ProClim- organisierte auch einen Workshop zum Thema “Kommunikation von Unsicherheiten im IPCC” als Input zu entsprechenden Diskussionen im IPCC.
ProClim- führt das Sekretariat der Landeskommitees von IGBP (International Geosphere Biosphere Programme) und IHDP (International Human Dimensions of Climate Change Programme.
Das Forum Biodiversität hat seit Anbeginn die Initiative zur Gründung der «Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services IPBES» mitverfolgt. Das Gremium soll neben der CBD auch wissenschaftliche Expertise für andere internationale multilaterale Konventionen (Ramsar, CITES, Bonn etc.) bereitstellen. Inzwischen wurde die Schaffung von IPBES von der UNO beschlossen
Die SKPH vertritt die Schweiz in den internationalen Komittees “Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR)”, “International Arctic Science Committee (IASC)”, “Expert Group in Human Biology and Medicine of the SCAR”, und “International Society for Mountain Medicine”. Nachwuchsförderungsiehe Jahresberichte der Arbeitsgruppen Forschungsunterstützende Informations- und Koordinationsaufgabensiehe Jahresberichte der Arbeitsgruppen FrüherkennungProClim-, ICAS, Forum Biodiversität und das Forum Landschaft führen unter der Leitung von ProClim- ein Projekt der Akademien Schweiz zu Konflikten und Synergien der Nutzung von erneuerbaren Energien und Raumnutzung durch. Ziel ist ein Bericht, der Ende 2010 vorliegen soll.
ProClim- beteiligt sich an einem Assessment der Akademien Schweiz unter Leitung der SATW zur Beurteilung der Stromversorgung in der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten. ProClim koordiniert die Verfassung des Kapitels Stromerzeugung.
KFPE und ProClim- arbeiten an einem Projekt zu den Chancen und Gefahren der Klimaänderung in Entwicklungsländern und deren Auswirkungen auf die Schweiz, zusammen mit der KFPE.
Zum neuen Schwerpunkt ‘Lebensraum Schweiz’ wurde gemeinsam mit der SAGW ein erstes Projekt zu Handen der Akademien-Schweiz formuliert, das mittlerweile für zwei Jahre bewilligt wurde. Mit einer Serie von Werkstattgesprächen sollen die Exponenten der Regionalentwicklung Schweiz zusammengeführt werden und insbesondere auch die innerhalb der akademischen Welt vorhandene Trennung zwischen städtischer und ländlicher Entwicklung zu problematisieren und integrative Konzepte zu erarbeiten.
Die SAP hat eine Projektgruppe ‘Forschung in Pärken von nationaler Bedeutung’ geschaffen (betreut durch ICAS). Während in nationalen Pärken Forschung vorgeschrieben ist, ist dies für regionale Pärke nicht der Fall. Beim Entwurf für neue regionale Naturpärke haben sich die Akademien-Schweiz von Beginn an eingeschaltet und die Abklärung von Möglichkeiten für die Forschung angeregt. Das BAFU hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine entsprechende Institutionalisierung diskutiert hat. Das BAFU hat der SCNAT ein zweijähriges Mandat erteilt, um ein entsprechendes Forschungsprogramm zu erarbeiten. Ethiksiehe Jahresberichte der Arbeitsgruppen Dialog mit der Gesellschaftsiehe Highlight oben und Jahresberichte der Arbeitsgruppen |
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